heimatroman: blauer dunst

Gedichte von Gerald Fiebig im Dialog mit neuer Musik von Beatrice Ottmann und Stefan Schulzki

Samstag 4. Juni 2016 // 19.30 und 20.15 // Neue Galerie im Höhmannhaus, Maximilianstr. 48, 86150 Augsburg // Im Rahmen der Langen Nacht der Heimat

Heimatroman Blauer Dunst SW 3 klein

Beatrice Ottmann: Stimme, Gesang, live-Elektronik
Stefan Schulzki: live-Elektronik

 

THE SERIOUS MOONLIGHT

Beatrice Ottmann und Stefan Schulzki Juni 2015 Edit

Das Mondlicht möchte auf unterschiedliche Weise besungen werden, wie dieses Genregrenzen überwindende Programm darstellt. Mit dabei sind der beliebte Jazzklassiker „Stella by Starlight“ sowie eine druckfrische Uraufführung von Stefan Schulzki: „Mondnacht“ nach dem berühmten Gedicht von Joseph von Eichendorff.

Sopran: Beatrice Ottmann // Klavier und Elektronik: Stefan Schulzki

Samstag 20. Juni 2015 // 20.15 & 21.45
Kleiner Goldener Saal, Jesuitengasse 12, 86152 Augsburg

www.langekunstnacht.de

Konzert am 06. Juni 2015 / Komponistenverschwörung

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Uraufführung:

Schatten Rosen Schatten (2015)
nach Ingeborg Bachmann
für Solo-Stimme, Ensemble und live-Elektronik

Solo-Stimme: Martin Wistinghausen / Ensemble: Ernst Bechert, Erich S. Hermann, Evgeni Orkin, SM Schneider / live-Elektronik: Stefan Schulzki

Außerdem:

Musik für Klavier und Elektronik Nr. 4 (2013)

Samstag, 6. Juni 2015, 20.00 Uhr, Hamburg

Forum Neue Musik in der Christianskirche, Klopstockplatz 2, 22765 Hamburg

Verband für aktuelle Musik Hamburg / weitere Informationen
Eintritt € 15,- / 10,-

Im Rahmen des Festivals blurred edges
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Dank an Alexander Strauch!

Stefan Schulzki – Geburt eines Pianisten

 

Diese Woche sah ich mir selbst zu, wie sich meine Wahrnehmung wie eine Zwiebel schälte. Montags bot mir ein Kollege in einem Konzert eine Karte für ein Konzert am Freitag an. Dann murmelte mir im gleichen Konzert Karl Wallowsky ins Ohr, dass in seinem SchwereReiter die nächsten 2 Wochen interessante Veranstaltungen stattfinden werden. Zwei Tage später wusste ich nun, warum mir Kompositionskollege Stefan Schulzki, den ich durch Adevantgarde kennen lernte, seine musica-viva-Karte anbot: er sprang im SchwereReiter für jemand ein. Aber nicht als Komponist, sondern als Solo-Pianist. So kannte ich ihn bisher nur als Mitglied des Ensembles „Komponistenverschwörung“, wo die Komponisten selbst mitspielen und mitsingen. Nichts wie hin! Wer gestern nicht dabei war, hat bereits die erste Blüte dieses Frühjahrs verpasst.

Stefan spielte zuerst seine Musiken für Klavier und Musikelektronik Nrn.1-3. In den ersten beiden mischte er den Live-Sound mit quirligen Zuspielungen, um immer deutlicher das Klavier hervortreten zu lassen. Seine wunderschönen Harmonien spielte er mit bezaubernder Leichtigkeit, bezog in Nr. 2 gar den Umblätterer als ad-hoc-Pianisten mit ein. So verschoben sich von Mal zu Mal Klang und Rollen der beteiligten Menschen in charmanten Nuancen. Klavierstücke Nummer 3 war dann das emanzipierteste Elektronikstück. Stefan spielte nun mit Besen und anderen Gegenständen im Klavierkorpus selbst, verwandelte diese Klänge samplerartig mit seinen Zuspielungen in ein soghaftes Klavierplasma, dass er zuletzt am extra zugeschaltetem Synthesizer wiederum per Midi in Keyboardtasten importierte. Dann ein Bruch! Er spielte zuerst die Liszt-Adaption von Isoldes Liebestod nach R. Wagner. Aber man hörte nach Stefans eigenen Stücken erstaunlicherweise darin keinen Rückschritt, oder vermisste auch nicht das originale Orchester. Stefan interpretierte es so differenziert, dass einem die Liszt-Adaptionen all der Werke des 19. Jahrhunderts plötzlich wie die erste Musikelektronik ohne Elektronik vorkamen.

Zuletzt mit grosser Klangsinnlichkeit und Gestaltungskraft die h-Moll-Sonate von Franz Liszt. So hatte sich nicht nur meine Wahrnehmung gepellt, sondern ein echter Pianist war an diesem Abend geboren worden. Das wird er zwar weiter mit der Zurückhaltung des eigentlichen Komponisten ausüben, der sich mit weiteren, schwierigeren Stücken alle Zeit der Welt nimmt und nur ohne Druck öffentlich zeigen wird. Das aber macht Stefan mir noch sympathischer. Heute, den 20.3.15, 20 Uhr, wird er nur ein Stück von sich spielen und höchstwahrscheinlich zum ersten Mal ein Klavierstück von John Strieder in München zum Erklingen bringen.

www.blogs.nmz.de

schulzki.klavier

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Donnerstag + Freitag 19. + 20. März 2015, 20.00
Schwere Reiter
Dachauer Straße 114 // 80636 München

Schwere Reiter / mehr Informationen über schulzki.klavier

Das Schicksal der Damen … das lange geplante und angekündigte Gastspiel aus der Schweiz „Der Große Schritt – eine dokumentarisch-fiktionale Performance mit alter Dame und junger Tänzerin“ fällt wegen Erkrankung der Titel gebenden, weit über achtzig-jährigen Dame aus. Kurzfristig wollten die Sopranistin Beatrice Ottmann und der Komponist und Pianist Stefan Schulzki mit ihrem jüngsten Projekt „Liederabend 12-21“ einspringen, einem unkonventionellen Lied-Parcours vom 12. ins 21. Jahrhundert. Gesang statt Tanz. Doch nun hat es auch die junge Dame ereilt, sie ist Opfer der winterlichen Grippe geworden.

Stefan Schulzki allein ist nun der Mann der Stunde. 

Am 19. und 20. März spielt er zwei pianistische Soloprogramme mit Werken von Bach, Schubert, Chopin und Liszt, von Debussy, Cage, Strieder und Schulzki – von letzterem Kompositionen für Klavier und Elektronik, die er zwischen 2008 und 2013 geschrieben hat. Zwei Klavierabende zwischen früher und jetzt mit unterschiedlichen Schwerpunkten, interessanten Gegenüberstellungen und kleinen Überschneidungen.

Werke von Bach, Schubert, Chopin, Wagner und Liszt
von Debussy, Cage, Strieder und Schulzki